
Nicht das jüngste, aber zumindest der Formation nach noch junge, geistig -spirituell gefestigte Gericht der Stegstreckerzunft Pfullendorf, muss die geschätzten, allweltlichen Gemeinden der Stadt Pfullendorf, als Zentrum fastnächtlichen Treibens und des Erdkreises, über folgendes in Kenntnis setzten.
Es besteht ein dringender Verdacht gegen Sebastian Degen. Beim Genannten handelt es sich offensichtlich um ein bekennendes Mitglied der sogenannten EKIBA, der fest gewillt ist, deren geistiges Gut weiter in die Welt zu tragen. Mit seiner Gefolgschaft fungiert der Beschuldigte dabei offensichtlich unverblümt auch als aktiver Unterstützer der EKD und macht in der letzten Zeit vor allem im Raum Pfullendorf, Illmensee, Herwangen-Schönach und Wald durch sein Tun von sich reden.
Gegen den ansässigen Konvertiten, der offensichtlich als eine Art örtlicher Anführer fungiert, wird deswegen und wegen weiterer unterschiedlichster Vergehen ermittelt und in den Abendstunden des Schmotzigen Dunschtig sicher auch geurteilt. Da sich der Verdächtige besonders auffällig dem gleichgestellten Umgang mit Frauen, sowohl dienstlich als auch im engsten familiären Umfeld gibt, bleibt dem Streckgericht nichts anderes übrig, als dem Delinquenten die Chefanklägerin Jule Mittler entgegenzusetzen.
„Ich glaube nicht daran!“, antwortet die junge Anklägerin auf die Fragen der närrischen Ermittler, ob eine Verurteilung noch abzuwenden sei. Lediglich eine Abmilderung des Strafmaßes könnte eventuell zur Debatte stehen. Der Beschuldigte weigerte sich allerdings während den Vernehmungen vehement gegen einen Vergleich oder Ablass, wie er konstatierte.
Die Bevölkerung ist eingeladen der Verurteilung nach dem Hemdglonker beizuwohnen.
Für die Stegstrecker
Andreas Narr
Zunftmeister